Foto: A. Zelck / DRKS
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Rettungshundestaffel

Ansprechpartner

Steffen Faber
Fachdienstleiter

Tel: 0821 32900-888

info(at)rhs.brk-augsburg.de

Kreisverband
Augsburg-Stadt
Berliner Allee 50a
86153 Augsburg

Rettungshunde suchen zusammen mit ihren zweibeinigen Partnern nach Vermissten oder in Not geratene Menschen und haben schon viele mit feiner Nase und gutem Gespür vor dem Tod bewahrt. Die Lebensretter auf vier Pfoten sind dabei an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzwillig und stets zur Hilfe bereit.

Rettungshundestaffel Augsburg-Stadt

Die BRK-Rettungshundestaffel Augsburg-Stadt besteht seit 2005 als ein Fachdienst des BRK Kreisverbandes Augsburg-Stadt. Die ehrenamtlichen Mitglieder mit zum Teil langjähriger Erfahrung arbeiten zur Zeit mit 13 Hunden.

  • Ausbildung

    "Glaub mir, das ist nicht gerade wenig Zeit, die für die Ausbildung draufgeht."

    Die Ausbildung kostet nichts. Sie ist aber nicht umsonst. Es gehört viel Idealismus, Freizeit und körperliche Fitness dazu um den Hund und Dich zum RH bzw. zum RHF auszubilden. Deine Arbeit ist eine ehrenamtliche Arbeit beim Bayerischen Roten Kreuz, Du wirst also auch nichts daran verdienen, auch nicht an Einsätzen im In- und Ausland." Rettungshundeführer/innen werden ausgebildet, mit ihrem Hund Menschen zu finden und medizinische Hilfe zu leisten. Ausgeprägter Teamgeist zwischen Menschen und zwischen Mensch und Hund ist Grundvoraussetzung jeder RH-Ausbildung und -Arbeit. Die Ausbildung dauert ein bis zwei Jahre und findet bei uns zwei mal in der Woche unter realistischen Bedingungen statt.
    Das heißt egal ob es regnet, schneit, hagelt oder 35 Grad im Schatten hat, ob es Tag oder Nacht ist, es wird trainiert, denn die Einsätze kann man sich nicht aussuchen. Spätestens bei richtig miesem Wetter trennt sich die Spreu vom Weizen und nur diejenigen, die es wirklich ernst meinen bleiben dabei.
    Die Ausbildung und Prüfung erfolgt nach den Richtlinien des Deutschen Roten Kreuzes und muss jährlich wiederholt werden. Geeignet zur Ausbildung sind mittelgroße Hunde, die belastbar sind, Mut und Härte beweisen, damit sie Streßsituationen bestehen.

    Die Ausbildung des Hundes erstreckt sich auf die Bereiche

    1. Förderung und Festigung des Suchinstinktes
    2. Gehorsam
    3. Führigkeit auf Distanz und unter starker Ablenkung
    4. Gewöhnung an schwierige Situationen wie z.B. Fortbewegung auf schwankendemUntergrund
    5. Kletter- und Kriechübungen
    6. Begehen dunkler Räume und Röhren mit und ohne Hundeführer/in
    7. Anzeigeübungen, immer und immer wieder

    Die Ausbildung des Hundeführers umfaßt Kenntnisse in den Bereichen

    1. Erste Hilfe am Menschen und Hund
    2. Kenntnisse in der Einsatztaktik, Karten- und Kompaßkunde
    3. Trümmerkunde und Bergung
    4. Kenntnisse in der Kynologie (Lehre von Rassen, Zucht, Pflege, Verhalten, Erziehung und Krankheiten der Haushunde)
    5. Von den Hundeführer/Innen wird eine gute physische undpsychische Verfassung erwartet.

    Der Grundstock für die Ausbildung des Hundes wird im Idealfall schon im Welpenalter mit 8-10 Wochen gelegt. So lernt der junge Vierbeiner spielerisch seine Aufgaben kennen. Der ausgebildete Suchhund zeigt sich konditionsstark, wesensfest, sicher, ruhig und sehr menschenfreundlich.
    Bevor ein Hund als Rettungshund eingesetzt wird, muss er die Eignungsprüfung sowie eine Rettungshundeprüfung nach der Prüfungsordnung des DRK bestanden haben. Auch ältere Hunde können mit der Ausbildung beginnen.

    Ausbildungsinhalte

    •  Gerätearbeit
      • Geländegängigkeit
      • Begehen von glatten und beweglichen Untergründen, zum Beispiel Schutt, Geröll, Blech, Gitterrosten, Glas...
      • Begehen von Leitern (waagerecht und schräg)
      • Durchkriechen von Röhren; überqueren einer Wippe.
    • Gehorsamsarbeit
      • Fußgehen angeleint und frei
      • Sitz
      • Platz
      • Heranrufen des Hundes
      • Ablegen unter Ablenkung
      • Voraussenden
    • Anzeigeübungen (Sucharbeit in der Fläche oder in den Trümmern)
  • Einsatz

    Unser Einsatzschwerpunkt ist die Flächensuche

    Hierbei ist es unsere Aufgabe in unwegsamen Gelände oder großen Waldflächen nach vermissten Personen zu suchen und diese sanitätsdienstlich zu versorgen. Die Hunde sind dabei so ausgebildet, dass sie unter der Leitung ihres Hundeführers ein Gelände auf menschliche Witterung hin durchstöbern. Von den Hunden wird jede Person im Suchgebiet angezeigt, also auch Spaziergänger, die unbeteiligt durch den Wald laufen.

    Der Trümmereinsatz

    Die Arbeit mit dem Trümmersuchhund kann in vielen Beziehungen als die schwierigste Rettungshundearbeit angesehen werden. In keiner anderen Sparte wird das Team Hundeführer und Hund mit so unterschiedlichen Problemen konfrontiert. Der Katastrophensuchhund muss die menschliche Witterung aus einer Vielzahl anderer Gerüche herausfiltern. Die Opfer, die er finden muss, sind oft unter meterdicken Trümmerschichten begraben und es ist keine Kontaktaufnahme zu den Personen möglich. Staub und Verwesungsgeruch erschwert nicht nur der Hundenase die Arbeit.
    Hier rutscht ein Mauerstück ab, dort fängt der Untergrund das Beben an....
    Einsätze in ausländischen Katastrophengebieten erfordern eine hohe Belastbarkeit von Hund und Führer.
    Bei solchen Katastrophen ist es keine Seltenheit, dass ein Team 48 Stunden nonstop im Einsatz ist.
    Ausbildungsziel eines Trümmersuchhundes ist es auch unter den widrigsten Umständen intensiv zu suchen, ohne sich ablenken zu lassen. Wird ein Hund auf dem Trümmerfeld fündig, zeigt er dies durch Verbellen an der Fundstelle an.

  • Gerätearbeit

    Gerätearbeit ist fester Bestandteil der Ausbildung. Dabei geht es nicht nur um das Erlernen der spezifischen Geräte, sondern zu einem großen Teil auch um das Team. Der Hundeführer muss lernen, seinem Hund eine Aufgabe zu vermitteln. Die meisten Hunde gehen z.B. nicht von alleine über eine waagerecht liegende Leiter. Der Hundeführer muss also einen Weg finden, seinem Hund das Begehen der Leiter zu erklären.
    Aus diesem Grund ist die Gerätearbeit auch nicht nur für die Trümmerteams wichtig, sondern fester Bestandteil der Grundausbildung.

  • Hund

    Ob Mischling oder Rassehund, den typischen Rettungshund gibt es nicht.
    Wichtig ist bei der Ausbildung nur, dass man sie so früh wie möglich beginnt. Am besten also gleich nachdem man den Welpen bekommen hat (8.-10. Woche)! Aber auch die Ausbildung von älteren Hunden (1-2 Jahre) ist kein Problem, man muss eben nur etwas mehr Geduld mitbringen.

    Grundsätzlich sind alle Hunderassen geeignet, die nicht zu schwer (also nicht unbedingt 50kg Bernhardiner) oder zu klein (keine 5cm Yorkshire) sind, Gewandtheit zeigen, Nervenstärke besitzen, Lernfreude, sowie Freundlichkeit gegenüber Menschen und Artgenossen mitbringen.
    Wie Du an vielen Staffeln sehen kannst, ist alles vertreten. Schäferhunde, Golden Retriever, Border Collies und etliche andere Rassen und Mischlinge.

Mitmachen

Voraussetzungen

Wollen und können Sie jederzeit einsatzbereit sein, Tag und Nacht, gegebenenfalls auch während der Arbeitszeit? Ist Ihre Familie damit einverstanden, öfter mal auf Ihre Anwesenheit zu verzichten? Wenn Sie nun der Meinung sind, dass Ihnen und Ihrem Hund diese Tätigkeit Spaß machen könnte und Sie die damit verbundene Verantwortung gerne tragen möchten, dann rufen Sie uns an oder schreiben uns eine E-Mail.

Falls Sie zu einem Probetraining bei uns vorbeikommen wollen, wenden Sie sich einfach an einen unserer Ausbilder. Viel Freizeit und Idealismus sind notwendig, um ein gutes Rettungshundeteam zu werden, denn an den Hund und seinen Führer werden hohe Anforderungen gestellt. Aber schauen Sie selbst!

Helfen ohne Hund

Möchten Sie gerne aktiv bei uns mitarbeiten, haben aber keinen Hund? Kein Problem, denn kein Rettungshundeteam wird alleine in den Einsatz geschickt. Es ist immer ein qualifizierter Helfer dabei, der wichtige Aufgaben wie Orientierung, Funk und vieles Weitere übernimmt. Sie bekommen die gleiche Ausbildung wie die Hundeführer und helfen aktiv auch bei der Ausbildung der Hunde.